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Finale in Griffith

Ein weiterer Abschnitt in Australien geht zu Ende. Nach 3 Monaten arbeiten inder Winery hatte ich Dienstag meinen letzten arbeitstag. Nun kann es ENDLICH mit reisen losgehen. Letzte Vorbereitungen muessen getroffen werden: das Auto muss nochmal zum Check, wir brauchen ein neues Zelt und, was wohl am schwierigsten sein koennte, wir muessen den Hausstand auf Autogroesse minimieren... We will see. Freitag geht es los in Richtung sueden. Melbourne, Great Ocean Road, adelaide, Kaenguruh Island und dann nach Alice Springs. Endlich wieder ins Warme.

1 Kommentar 19.4.12 05:13, kommentieren

Ein Jahr aelter

Ein herbstliches "Hallo" nach Deutschland, ich habe mir heute erst mal Schal und Muetze gekauft. Wer hatte gedacht, dass ich diese Utensilien in Australien brauche... ich nicht. Aktuell haben wir Temperaturen von tagsueber max 20 Grad, viel Wind und ab und an Regen. Man fuehlt sich gleich heimisch und die Australier verstehen nicht, dass die Deutschen frieren, da dieses Wetter fuer uns normal sei... Wie dem auch sei, die Fluten sind inzwischen vorrueber. Eine Woche lang koennten wir nicht arbeiten und waren von der Aussenwelt abgeschnitten. Frische Artikel wie Obst und Gemuese, Milch und Brot waren nach 2 Tagen aus, Benzin wurde knapp und niemand koennte wirklich sagen, wie lange es dauert bis die Fluten weg sind, damit wir endlich wieder arbeiten und Geld verdienen koennen. Die ersten Tage nach Arbeitsbeginn wurden wir mit grossen Bussen zum Firmengelaende gefahren, dass die Strassen fuer den normalen Verkehr noch gesperrt waren. Die Winery selbst ist von den Fluten verschont geblieben. Es wurde rechtzeitig ein Erdwall um das Gelaende aufegschuettet. Nun sind 2 Wochen vergangen und das Wasser steht vereinzelt noch auf den Feldern und in den Strassengraeben. Die Menschen richten ihre Haeuser wieder her. Uberall tuermen sich grosse Muellberge mit aufgeweichten Moebeln. Das Ausmass der Flut wurde mir erst bewusst, als einer meiner Mitreisenden nachts ueberfallen wurde, sein Kiefer brach und wir zur Operation ins 400km entfernte Albury fahren mussten. Das eigentlich naechstgelegene in Wagga Wagga war wegen der Flut noch auf Notbetrieb, sodass wir eine Stadt weiter fahren mussten. Fuer die Strecke sind eigentlich 3 1/2 Std vorgesehen, wir brauchten 5, da wir den normalen Weg nicht fahren koennten. Strassen waren gesperrt oder nur halbseitig befahrbar. Uber nacht hatte es geregnet, sodass die Strasse hinwegs auf dem Rueckweg nicht passierbar war. Und es gab einen 20km langen See, der eigentich gar nicht existiert... Ein Highlight am letzten Wochenende im Februar war die Fahrt nach Melbourne zum Superbikerennen auf Phillip Island. Uebers Internet hatte ich mir einen Voucher zum Selber-Motorrad-Fahren-auf-der-Rennstrecke gekauft und Tony, der Besitzter, vereinbarte mit mir die Uebergabe des Vouchers an den Wochenende, das wir beide dort sein wollten. Wir schrieben uns Emails hin und her, zu dem Zeitpunkt hatte ich noch kein Ticket. Tony schrieb mir, dass es noch ein VIP-Ticket uebrig habe, welches ich fuer nen Apfel und nen Ei ebenso haben koennte. Weiter lud er mich zum BBQ ein und bot mir ein Gaestebett an. Ich war zunaechst skeptisch, ich in Deutschland so etwas bisher noch nicht erlebt habe und war doppelt gespannt. In der letzten Email erfuhr ich, dass die Schluessel unter der Fussmatte liegen und ich es mir gemuetlich machen soll... Wie gesagt wir kannten und nur von einem Telefonat und Emailverkehr. Wollt wissen wie das Wochenende tatsaechlich war? Gigantisch!!! Ich kam Samstag nachmittag auf Phillip Island an und fand einen Umschlag mit meinem Namen versehen unter der Fussmatte vor. Darin waren die Hausschluessel, 2(!) VIP-Tickets und ein VIP-Parkausweis 10m von der Boxengasse entfernt sowie ein Zettel mit "See you at BBQ, Tony" Ich fuhr zur Rennstrecke und wurde total herzlich empfangen. Ich erfuhr, dass Tony der Manager der Marshalls war und auf der Rennstrecke bekannt war. Er stellte mich ueberall als sein "german friend" vor und hatte so als nobody viele Freiheiten - ueberzeugendes Auftreten war alles und ich war clever Ich lief mit den Marshalls durch die Box (da ich Tonys german friend war, durfte ich mich auch genauer umsehen) wir machten viele Fotos, trafen diverse Fahrer, die nach dem Rennen einfach so zum gemuetlichen Plausch vorbeikamen. Ich wurde ueberhaeuft mit Geschenken und Erinnerungen an das Rennen und wurde zum Rennen im Oktober eingeladen selbst als Marshall mitzuhelfen. Die Arbeit ist ehrenamtlich.und wer weiss, vielleicht treffe ich dann auf Valentino Rossi oder Alvaro Bautista. Es war einmalig. Letzten Sonntag durfte ich meinen Geburtstag in Down Under feiern. Ich durfte in meinen Geburstag reinarbeiten, was gut fuer den Geldbeutel war. Abends habe ich Campingplatznachbarn, Kollegen und Freunde zum gemuetlichen Beisammensein eingeladen. Meine Jungs halfen mir ein abwechslunsreiches Buffet zu zaubern, dazu gab es australisches Bier. Es war sehr schoen und unkompliziert. In der Winery koennen wir wahrscheinlich noch 2-3 Wochen arbeiten. Danach kann endlich die Reise beginnen. Es war fuer mich schon ein Highlight nach Albury zu fahren, andere Menschen, neue Ortschaften, einfach mal raus aus dem Trott. Paddi hat uebrigens die Operation gut uberstanden. Wenn sie auch anfangs auf der kippe stand. (Die OP sollte freitagmorgen sein. Ich hatte mir einen Tag dayoff genommen um ihn ins KKH fahren zu koennen und musste freitag frueh zureck um rechtzeitig auf Arbeit sein zu koennen. Wir warteten lange in der Ambulanz und ich musste ihn zuruecklassen. Unterwegs rief er mich an und sagte, dass jemand bei ihm bleiben muesse wegen Narkose und so. Ich bekam leider keinen zweiten Tag frei und hatte also keine guten Nachrichten fuer Paddi umzudrehen. Eine australische Familie bekam das mit und lud ihn zu sich ein. Der Mann war selbst Arzt in der Klinik und seine Frau kuemmerte sich um ihn.) Er darf die naechsten 30 Tage nichts kauen, was sehr hart fuer ihn ist. Er isst und kocht leidenschaftlich gerne und hat nun nichts davon. Wir muessen vortesten, ob es ein Gericht essen kann. Den Mund max 1 cm oeffnen und dann versuchen ,dass zu essende leicht mit der Zunge unter dem Gaumen zu zerdruecken... So, jetzt seid ihr alle auf dem neuesten Stand. Ist heute ziemlich viel Text geworden, aber wenn ihr diese Zeilen erreicht habt, ist es geschafft. Heute abend gibt es eine weitere Nachtschicht und somit Extrageld. Liebe Gruesse nach Deutschland Mattse

1 Kommentar 24.3.12 05:37, kommentieren

Wer haette das gedacht...

Ein guten Morgen nach Deutschland. Bei mir ist es gerade 17:01. Eigentlich haette ich Spaetschicht, aber die Ereignisse der vergangenen Tage haben heute dazu gefuehrt, dass ich Day off habe. Aber nun der Reihe nach... seit vergangenem Montag gab es hier sintflutartige Regenfaelle - mal mehr mal weniger stark, aber dennoch staendig anhaltend bei kuehlen 15 Grad und starkem Wind. Wir konnten arbeiten, wenn auch Do und Fr nichts mehr zu tun war, weil keine Trauben geerntet werden konnten. Stattdessen cleanten wir die halbe Winery. Samstag und Sonntag waren die ersten schoenen Tage mit Sonnenschein und den ueblichen warmen Temperaturen. Auf dem Weg zur Arbeit vorhin sahen wir zum Teil noch ueberflutete Strassen und unter Wasser stehende Felder. Keine 5 Minuten auf dem Firmengelaende kam die Durchsage, dass das gesamte Gelaende nebst diverser Ortschaften evakuiert werden muss, weil ein DAmm gebrochen ist und alles uberschwemmt sein wird... Mir geht es gut. In Griffith, was 20 km von der Winery entfernt ist, wird kein Hochwasser erwartet. Dennoch sind alle Strassen gespeert. Gefangen in der Provinz... und ich dachte, hier waere nichts los.

2 Kommentare 5.3.12 07:08, kommentieren

Gday Deutschland

Es ist mal wieder Zeit euch in Deutschland auf den aktuellen Stand zu bringen. Einiges ist passiert seit Weihnachten, besonders froh bin ich endlich einen Job gefunden zu haben, der laengerfristig ist (ca. 3 Monate) und Geld in die Reisekasse spielt. Aber eins nach dem anderen...

Nach dem Jahreswechsel, den wir in der City von Melbourne mit Tausend anderen Australiern gefeiert haben, nicht so lange und ausgiebig wie ich das aus Deutschland gewohnt bin, sind wir in der ersten Januarwoche durch die Snowy Mountains - auch Alpen Australiens genannt - in Richtung Norden gefahren. Nach 3 Wochen Stadtleben in Melbourne war nun wieder Natur und Abenteuer angesagt. Fahren ueber unwegsame Schotterpisten, die als Hauptstrasse mal sehr gut, mal gar nicht gekennzeichnet sind, vorbei an diversen Seen und traumhaften Panoramen machten wir in einem Skigebiet halt. Witzig war es bei 40 Grad die Lifte und Schilder mit "Ski hire" zu sehen.

In Griffith angekommen schlugen wir unsere Zelte an gewohnter Stelle an "unserem" See auf. Leider sind immer noch mit genauso vielen Muecken in den Abendstunden, dass ein Draussensitzen unmoeglich ist.

Nach einem Bewerbungsgespraech und einem Fitness/Drogen und Alkoholtest bekam ich letzten Montag die Zusage in der Winery zu arbeiten. Nach einem Tag mit allgemeinen Informationen zu dem Unternehmen und den einzelnen Prozessen in der Weinherstellung und einem weiteren Trainings in meinem Arbeitsbereich durfte ich letzten Freitag mit der Arbeit beginnen. Ich arbeite am Beginn der Weinherstellung in der Pressery. Nach dem die Trauben (zwischen 2500 und 3500t pro Tag (!)) in riesigen LKWs angeliefert und gereinigt wurden, wird in meinem arbeitsgang der Saft aus den Trauben herausgepresst und anschliessend in riesige Silos (bis zu 1.1 Mio Fassungsvermoegen) gepumpt. Meine Aufgabe ist es die Schlaeuche zwischen den Sektionen zu verlegen, die Pumpen zu bedienen und Dips zu nehmen, d.h. auf die Tanks gehen und messen wie hoch der Stand in den Tanks ist. Zwischendurch muessen natuerlich die Maschinen und Geraete gereinigt werden. Alles in allem keine wirklich anspruchsvolle Taetigkeit, aber sie wird gut bezahlt. Und nebenbei erfaehrt man wie Wein hergestellt wird. Die Winery, in der ich arbeite, zaehlt uebrigens zu den Top 10 weltweit.

Heute (Montag) ziehen wir in ein festes Haus - einen kleinen Pavillion auf einem Caravanpark mit Kochzeile und einem Kuehlschrank (!) juchuhh Ein Glueck, denn letzte Nacht fegte ein heftiger Sturm mit kraeftigen Regenschauern ueber Griffith hinweg, wodurch unsere Zelte zerstoert und geflutet wurden ( Ein kleiner Trost nach Deutschland, es soll die kommende Woche so bleiben. Es ist jedoch nicht ganz so schlimm wie die Bilder aus Nordaustralien aus dem Dschungel.

Fuer alle interessierten Buchleser ein Buchtipp. Bill Bryson hat das wunderbare Buch "Fruehstueck mit Kaenguruhs" herausgebracht. Er ist amerikanischer Reisejournalist und hat seine sehr authentischen Eindruecke des Landes in diesem Buch niedergeschrieben. Witzigerweise sind 3/4 der bisherigen Reiserouten nahezu identisch und seine humorvollen Schilderungen kann ich eins zu eins unterschreiben. Und das obwohl seine Reise schon 10 Jahre zurueckliegt

So nun seid ihr alle auf dem aktuellen Stand. Ich freue mich ueber eure Gaestebucheintraege oder privaten Nachrichten.

Liebe Gruesse Matthias (engl. Matthius [Matteias])

1 Kommentar 27.1.12 02:59, kommentieren

Weihnachten am anderen Ende der Erde

Hallo ihr lieben, es ist der geschafft, der Kalender zeigt den 24. Dezember, der in Australien Christmas Eve genannt wird. Dieses Jahr fuer mich das erste Mal fern ab von der Familie und den gewohnten Ritualen. Auf dem Campingplatz haben wir 4 Backpacker kennengelernt mit denen wir gerade unser Weihnachtsmenue kochen. Als Vorspeise Bruscetta, danach gefuellte Haehnchenbrust und als Nachspeise selbstgemachten Pfannkuchen mit Vanilleeis und Fruechten. Morgen frueh, am Christmas Day, gibt es ein ausgedehntes Fruehstueck und Bescheerung. Nachmittags geht es an den Strand, wer kann das schon behaupten Gestern Abend gab es im Hafen von Melbourne vor traumhafter Kulisse ein Weihnachtskonzert von diversen Interpreten mit Weihnachtslieder von einem Gospelchor gesungen und Liedern von australischen Kuenstlern. Als Abschluss gab es ein gigantisches Feuerwerk. Ich wuensche euch allen ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest und erholsame Feiertage. Liebe Gruesse Matthias

2 Kommentare 24.12.11 10:46, kommentieren

Neues Ziel - Melbourne

Die Arbeit in Griffith war nicht ganz so erfolgreich wie gedacht... nach 3 tagen chillen auf dem campingplatz und der muendlichen zusagen ab januar in einer vinery arbeiten zu können sind wir gen sueden nach melbourne gefahren mit dem ziel einen neuen job zu finden und nebenbei die stadt kennenzulernen. bei der jobsuche gibt es zum einen die internetplatform gumtree.com.au. dort gibt es alles: flohmarktanzeigen, suche - biete, mitfahrzentrale, autos und eben auch jobs. eine andere möglichkeit ist andere backpacker in hostels zu fragen wo sie arbeiten, in der stadt an einer stelle anfangen mit fragen und dann neue hinweise auf evtle arbeit bekommen oder eben die yellow pages. die gibt es auch hier. naja die ausbeute war bisher nicht der bringer. nachteil an einer so großen, aber noch viel schöneren stadt wie melbourne ist wie weite, also von dem einen zum anderen ende braucht man je nach verkehr 2 stunden... mal eben schnell ist da auch nicht. ich bin 2 tage als elch verkleidet durch die stadt gelaufen und habe schaunmstoffgeweihe verkauft und spenden für krebskranke kinder eingesammelt. 15% der einnahmen bekam ich... der renner war es noch nicht, aber man lernt die stadt beiher kennen... jedes mal bekommt man anderes straßen zugeteilt und läuft diese ab. ich werde jetzt bis neujahr wohl holidays machen und danach arbeiten... in der hoffnung, dass der job dann was bringt. für kellnern oder arbeiten auf baustellen brauche ich spezielle zertifikate, die man nach 6 stunden film schauen bekommt, aber richtig viel geld bezahlen muss. also für mich richtig viel geld. 200$ sind fuer australier nichts. da ich noch keine feste zusage habe, ist es schwierig zu entscheiden geld dafür auszugeben. das merkt man auch bei straßenverkehrsdelikten... für parken in der ladezone für 10 minuten mal eben 120$ kassieren... nein ich bin nicht gefahren und nein, man konnte es als leihe nicht erkennen das wetter ist seit 4 tagen sonnig, um die 20°C, aber sehr stürmisch. ich kann leider keine bilder einstellen. die sind zu groß... und auf den pcs in den internetcafes gibt es keine programme zum verkleinern.... sorry... auf facebook gibt es welche bei marcel eising zu sehen... ansonsten bitte gedulden, bis ich mir einen eigenen pc/ ipad oder ähnliches leisten kann. liebe grüße nach deutschland

1 Kommentar 15.12.11 06:02, kommentieren

Wir sind inwischen in Griffith angekommen. Nach 2 Tagen arbeiten auf einer Orangenfarm haben wir die Sache beendet. Wir wurden pro Bin bezahlt, ein Bin ist 1,5x1,5x1m gross. Pro Bin gab es 25$. Ein guter Arbeiter schafft 8 am tag. Wir haben zu viert an 2 Tagen 12 geschafft. Eindeutig zu wenig. Nun suchen wir was neues. Ist hier schwieriger als gedacht. Durch den starken Regen der vergangenen Tage ist die Kirschen-Ernte deutlich schlechter als erwartet. Wein ist erst ab Januar dran und Onion bzw. Garlic ist auch nicht empfehlenswert. Mal sehen was die naechsten Tage so bringen...

1 Kommentar 7.12.11 04:38, kommentieren