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Gday Deutschland

Es ist mal wieder Zeit euch in Deutschland auf den aktuellen Stand zu bringen. Einiges ist passiert seit Weihnachten, besonders froh bin ich endlich einen Job gefunden zu haben, der laengerfristig ist (ca. 3 Monate) und Geld in die Reisekasse spielt. Aber eins nach dem anderen...

Nach dem Jahreswechsel, den wir in der City von Melbourne mit Tausend anderen Australiern gefeiert haben, nicht so lange und ausgiebig wie ich das aus Deutschland gewohnt bin, sind wir in der ersten Januarwoche durch die Snowy Mountains - auch Alpen Australiens genannt - in Richtung Norden gefahren. Nach 3 Wochen Stadtleben in Melbourne war nun wieder Natur und Abenteuer angesagt. Fahren ueber unwegsame Schotterpisten, die als Hauptstrasse mal sehr gut, mal gar nicht gekennzeichnet sind, vorbei an diversen Seen und traumhaften Panoramen machten wir in einem Skigebiet halt. Witzig war es bei 40 Grad die Lifte und Schilder mit "Ski hire" zu sehen.

In Griffith angekommen schlugen wir unsere Zelte an gewohnter Stelle an "unserem" See auf. Leider sind immer noch mit genauso vielen Muecken in den Abendstunden, dass ein Draussensitzen unmoeglich ist.

Nach einem Bewerbungsgespraech und einem Fitness/Drogen und Alkoholtest bekam ich letzten Montag die Zusage in der Winery zu arbeiten. Nach einem Tag mit allgemeinen Informationen zu dem Unternehmen und den einzelnen Prozessen in der Weinherstellung und einem weiteren Trainings in meinem Arbeitsbereich durfte ich letzten Freitag mit der Arbeit beginnen. Ich arbeite am Beginn der Weinherstellung in der Pressery. Nach dem die Trauben (zwischen 2500 und 3500t pro Tag (!)) in riesigen LKWs angeliefert und gereinigt wurden, wird in meinem arbeitsgang der Saft aus den Trauben herausgepresst und anschliessend in riesige Silos (bis zu 1.1 Mio Fassungsvermoegen) gepumpt. Meine Aufgabe ist es die Schlaeuche zwischen den Sektionen zu verlegen, die Pumpen zu bedienen und Dips zu nehmen, d.h. auf die Tanks gehen und messen wie hoch der Stand in den Tanks ist. Zwischendurch muessen natuerlich die Maschinen und Geraete gereinigt werden. Alles in allem keine wirklich anspruchsvolle Taetigkeit, aber sie wird gut bezahlt. Und nebenbei erfaehrt man wie Wein hergestellt wird. Die Winery, in der ich arbeite, zaehlt uebrigens zu den Top 10 weltweit.

Heute (Montag) ziehen wir in ein festes Haus - einen kleinen Pavillion auf einem Caravanpark mit Kochzeile und einem Kuehlschrank (!) juchuhh Ein Glueck, denn letzte Nacht fegte ein heftiger Sturm mit kraeftigen Regenschauern ueber Griffith hinweg, wodurch unsere Zelte zerstoert und geflutet wurden ( Ein kleiner Trost nach Deutschland, es soll die kommende Woche so bleiben. Es ist jedoch nicht ganz so schlimm wie die Bilder aus Nordaustralien aus dem Dschungel.

Fuer alle interessierten Buchleser ein Buchtipp. Bill Bryson hat das wunderbare Buch "Fruehstueck mit Kaenguruhs" herausgebracht. Er ist amerikanischer Reisejournalist und hat seine sehr authentischen Eindruecke des Landes in diesem Buch niedergeschrieben. Witzigerweise sind 3/4 der bisherigen Reiserouten nahezu identisch und seine humorvollen Schilderungen kann ich eins zu eins unterschreiben. Und das obwohl seine Reise schon 10 Jahre zurueckliegt

So nun seid ihr alle auf dem aktuellen Stand. Ich freue mich ueber eure Gaestebucheintraege oder privaten Nachrichten.

Liebe Gruesse Matthias (engl. Matthius [Matteias])

27.1.12 02:59

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